Kirchensteuern

Kirchensteuer ist der Mitgliedsbeitrag, den die Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts bei ihren Mitgliedern erhebt.

Die Kirchensteuer wird als Zuschlag zur staatlichen Einkommens- bzw. Lohnsteuer erhoben. Sie wird von der staatlichen Finanzverwaltung eingezogen und an die Landeskirche abgeführt.

Wer Fragen zur Kirchensteuer hat, bekommt am Kirchensteuertelefon unter 0800  713 713 7 von Steuerexperten des Oberkirchenrats in Stuttgart kostenlos Auskunft.

Das kostenlose Info-Telefon der Landeskirche ist montags bis freitags von 9.00 bis 11.30 Uhr und montags bis donnerstags von 14.00 bis 16.00 Uhr besetzt.

Nähere Informationen siehe auch untenstehende Links - oder in der Broschüre von 2006 der württembergischen Landeskirche: Die Kirche und ihr Geld.

 

Wie kommt meine Kirchensteuer der Evangelischen Kirche in Enzberg zugute?

Wie hoch ist die Kirchensteuer?

Kirchensteuerbefreiung

Was ist der "Enzberger Beitrag"

Was passiert mit Opfern und Spenden?

Weiterführende Links

 

 

Wie kommt meine Kirchensteuer der Evangelischen Kirche in Enzberg zugute?

Die Kirchensteuer wird von der Landeskirche verteilt, jeweils 50 % für die Landeskirche und die Kirchengemeinden. Die 50% für die Kirchengemeinden werden von den jeweiligen Kirchenbezirken entsprechend der Zahl der Gemeindeglieder an die Kirchengemeinden ausgeschüttet.

 

 

Wie hoch ist die Kirchensteuer?

In der Regel müssen 9 Prozent der Lohn- oder Einkommenssteuer als Kirchensteuer bezahlt werden. Die gilt ab einem Bruttoeinkommen von 899,99 Euro für Ledige, 1.703,99 Euro für Verheiratete und 2.258,99 Euro für Verheiratete mit einem Kind.

Wer 2.500 Euro brutto im Monat verdient und verheiratet ist, zahlt nur 12.69 Euro Kirchensteuer monatlich. Die Kirchensteuer kann von der Einkommenssteuer als Sonderausgabe abgesetzt werden.

 

 

Kirchensteuerbefreiung

Es gibt viele Kirchenmitglieder, die gar keine Kirchensteuer zahlen. Von der Kirchensteuer befreit sind Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Menschen in ähnlichen Situationen. Außerdem bezahlen nicht steuerpflichtige Familienangehörige (Jugendliche, Studierende) keine Kirchensteuer.

 

 

Was ist der "Enzberger Beitrag"?

Jedes Jahr bittet die Enzberger Evang. Kirchengemeinde die erwachsenen Gemeindeglieder um eine Freiwillige Gemeindespende.

Hintergrund für die Einführung eines solchen Gemeindebeitrages ist, dass die Einnahmen aus der Kirchensteuer mittelfristig nur noch eine finanzielle Grundsicherung der kirchlichen Arbeit vor Ort auf einem deutlich niedrigeren Niveau als bisher gewährleisten werden. Die Einnahmen aus dem "Enzberger Beitrag" fließen ausschließlich in die kirchliche Arbeit in Enzberg und helfen so, dass die Kirchengemeinde ihre vielfältigen Aufgaben auch in Zukunft erfüllen oder vielleicht sogar ausbauen kann.

Der "Enzberger Beitrag" hat 2007 das örtliche Kirchgeld abgelöst. Das örtliche Kirchgeld zahlten Gemeindeglieder, die über 60 Jahre waren und nicht mehr kirchensteuerpflichtig waren. Die freiwillige Gemeindespende bleibt wie das örtliche Kirchgeld zu 100 % bei der Evang. Kirchengemeinde Enzberg.

Die Bitte um den "Enzberger  Beitrag" wird künftig jährlich an alle evangelischen Haushalte gerichtet. Sie ist mit der Hoffnung verbunden, dass die früheren Kirchgeldzahlerinnen und –zahler auf jeden Fall zum Kreis derer gehören werden, die sich an diesem Spendenaufruf beteiligen und dass sich darüber hinaus möglichst alle Gemeindeglieder mit einem großen oder kleinen zusätzlichen Betrag beteiligen.

Unter dem Motto "Meine Kirche – dafür habe ich etwas übrig" wird jährlich ein Informationsblatt verteilt, in dem für die Beteiligung am "Enzberger Beitrag" geworben wird.

Die Spende im Zusammenhang mit dem "Enzberger Beitrag" kann der Spender steuerlich absetzen.

 

Die Kirche hat doch Geld! Warum noch dieser Spendeaufruf, wenn ich doch schon Kirchensteuer zahle? Nicht alle Gemeindeglieder zahlen Kirchensteuer. Wer zur Schule geht, in der Ausbildung ist, kein oder geringes Einkommen hat, zahlt keine Kirchensteuer. Mit den Einnahmen aus der Kirchensteuer können inzwischen nur die allernötigsten Aufgaben des Regelangebots in Kirche und Diakonie finanziert werden. Reich an Finanzmitteln ist die Kirche nicht, da der Wandel in der Bevölkerungsstruktur und der Konjunkturrückgang auch hier ihre Folgen zeigen. Die Gemeindespende dient der Finanzierung notwendiger Aufgaben „vor Ort“. Ohne ihre Spenden wären viele Angebote und Unterstützungen nicht möglich.

 

 

Was passiert mit Opfern und Spenden?

Opfer werden entsprechend dem Opferplan direkt für den bestimmten Zweck weitergeleitet. Ebenso werden Spenden behandelt: sie kommen ausschließlich dem vom Spender zugedachten Zweck zu gute. Sollte keine Zweckbestimmung erfolgt sein, hat die Gemeindeleitung (Kirchengemeinderat) die Zweckbestimmung zu vollziehen.

Gerne erhalten Sie für Ihre Spenden eine Zuwendungsbescheinigung.

 

 

Weiterführende Links

www.ekd.de/kirchenfinanzen - Seite zu Kirchensteuern von der Evang. Kirche in Deutschland (EKD)