Jährliches Weltmissionsprojekt

Jede Kirchengemeinde in Württemberg ist angehalten, einen Teil ihres Geldes einem Missionsprojekt zukommen  zu lassen. Damit wird deutlich: Wir reden nicht nur darüber, sondern setzen uns auch in der Tat dafür ein, dass die Lebensbedingungen von Menschen überall auf der Erde sich verbessern. Welches Projekt dies jeweils ist, sucht der Kirchengemeinderat aus.

In diesem Jahr haben wir uns für ein Projekt in MAURETANIEN entschieden, es heißt "Gemüse aus der wüste für Flüchtlinge in Nordafrika" und wird vom Lutherischen Weltbund koordiniert.

"Mali gilt als der gefährlichste Einsatz der UN-Blauhelme. Auch deutsche Soldaten sind vor Ort. Frieden gibt es dennoch nicht. Weiter fliehen Menschen. In Mauretanien hilft der Lutherische Weltbund (LWB), ihnen unter schwierigsten Bedingungen ein Überleben zu sichern.
50.000 malische Flüchtlinge leben heute mitten in der mauretanischen Wüste im Flüchtlingslager M‘berra. Bis zu 50 Grad wird es hier heiß. Wer hier Rettung sucht, flieht wahrlich um sein Leben. Über 160.000 Menschen sind seit 2012 aus Mali geflohen - vor dem Bürgerkrieg, den Tuareg-Rebellen oder islamistischen Anschlägen. Trotz des UN-Einsatzes kommen täglich neue Flüchtlinge in der Wüste an.
Der LWB leitet das Lager M‘berra. Schon lange ist es deutlich größer als Bassikounou, die nächste Stadt. Wasser und Weidegründe sind Mangelware in der Wüste. Das Lager zu versorgen und Konflikte mit den Einheimischen zu vermeiden, ist daher eine große Herausforderung. 30 Liter Trinkwasser gibt es im Lager pro Person. 2017 mussten die Essensrationen des Welternährungsprogramms gekürzt werden. Was tun?
Lebensmittel in der Wüste anzubauen, war eine Idee des LWB. Was verrückt klingt, funktioniert tatsächlich. Mit der richtigen Technik ist auch die Wüste fruchtbar: Effiziente Tröpfchenbewässerung benötigt nur ein Minimum an Wasser, die richtige Pflege und organischer Dünger helfen zu gutem Wachstum, Sonne gibt es genug. Noch dazu: Einheimische und Flüchtlinge arbeiten gemeinsam. Das reduziert Spannungen. Über 5.000 Menschen, 80 Prozent davon Frauen, haben durch den Lutherischen Weltbund schon gelernt, die Wüste zu kultivieren. Gesundes Gemüse ergänzt jetzt ihren Speiseplan. Ein kleines Wunder für Flüchtlinge in der Wüste. Helfen Sie mit!
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zitiert aus der Projektbeschreibung, Opfer für Weltmission 2018, Nr. 6