Weihnachten - Hintergründe und Gedanken - vgl. Lukas 2,1

Das Weihnachtsfest hat sich im Laufe der Zeit mehr und mehr zu einem Familienfest der Geschenkeindustrie entwickelt. Wir geben uns alle Mühe in diesen Tagen ein harmonisches Familienimage zu pflegen. Aber warum feiern wir Weihnachten überhaupt?

Wir feiern Weihnachten, weil Jesus Christus unser Erlöser Geburtstag hat. Gott ließ Jesus in unsere Welt kommen. Durch die Sündhaftigkeit der Menschen ist die Beziehung zwischen Gott und der Welt gestört. In Jesus kommt Gott auf die Welt, um die Trennung von Gott und der Welt zu beheben. Es geht also nicht um ein nettes Baby mehr oder weniger, sondern darum, dass das Undenkbare geschieht, dass Gott Mensch wurde. Die Freude darüber sollte uns mehr zur Dankbarkeit und Besinnlichkeit führen, als die Fülle der Geschenke.

Die Geschenke sind sicherlich ein wesentlicher Ausdruck der Freude, die wir miteinander teilen wollen, indem wir uns beschenken, aber sie sollten nicht im Vordergrund stehen.

 

Weihnachten

Gott wird Mensch

Die Bibel · Lukas 2,1-12

 

 

Wir feiern Weihnachten,
auf dass diese Geburt auch in uns geschieht.
Wenn sie nicht in mir geschieht,
was hilft sie mir dann?
Gerade, dass sie auch in mir geschieht,
darin liegt ja alles.   
Meister Eckhardt

 

 

Manchmal sind wir wie die Hirten,

  die in der Stille der Nacht auf die Geräusche hören, die sie umgeben,
  um aufzubrechen und der neuen Stimme zu folgen.
Manchmal sind wir wie die Weisen,

  die den Himmel beobachten und einen Stern suchen,

  der ein ganzes Leben verändern kann.
Manchmal sind wir wie die Wirte in Betlehem,

  belegt bis in den letzen Winkel,

  und haben für das Entscheidende keinen Platz mehr.
Manchmal sind wir wie die Hirten,

  die der Stimme Gottes folgen

  und den Zeichen Gottes trauen.
Manchmal sind wir wie die Schriftgelehrten,

  die genau  Bescheid wissen, aber unbeweglich bleiben,

  wo es nötig wäre zu gehen.
Manchmal sind wir wie die Weisen,

  die nicht mehr die weit entfernten Sterne suchen,

  sondern vor den Nahegekommenen ihre Knie beugen.
Manchmal sind wir wie Maria und Josef

  auf der Suche nach einer Bleibe -

  nach dem Bleibenden.
unbekannt

 

ZUR GEBURT DES HERRN WUNSCHE ICH DIR: Innere Ergriffenheit, dass Du spürst, dass in dieser Welt etwas Besonderes geschehen ist: GOTT wurde MENSCH; dass Du von diesem Geschehen durchdrungen anderen Menschen davon etwas vermitteln kannst; dass Friede, Freude und Zufriedenheit einkehre, so dass ein Strahlen von Dir auf andere übergeht; dass Du letztlich glaubst, dass GOTT aus Liebe zu uns MENSCH wurde, um uns ganz nahe zu sein. Und weiter wünsche ich Dir: Dass jede Gottesgabe in Dir wachse und sie Dir mit den Jahren helfe, die Herzen jener froh und glücklich zu machen, die Dir nahe stehen und die Du liebst; dass Du jenen Licht und Hoffnung bringst, die in Dunkeln stehen und hoffnungslos sind; dass Du jenen zur Seite stehst, die auf Dich bauen; dass Du selbst einen wahren Freund findest, wenn alle Dich verlassen haben und wider Dich stehen; dass Du allzeit darauf vertraust, dass die Liebe und Güte des Menschensohnes Dich umgibt und sein Lächeln Dich begleitet. (nach einem alten irischen Weihnachtswunsch) © Heinz Pangels, 12/96



Licht
Ich wünsche dir,
dass dir das Licht,
das zu Weihnachten
dein Herz erhellt,
nach den Feiertagen
nicht wieder verloren geht,
sondern dass es deine Seele
und all deine Wege
durchwärmt und erleuchtet
durch das kommende Jahr.
Christa Spilling-Nöker

 

 

An Weihnachten machen wir Geschenke.

Gott macht das auch, er macht es uns vor.
Er schenkt uns in seinem Sohn das,
was wir am meisten brauchen:
Frieden.
Phil Bosmans


Aus der Tatsache, dass Gottes Sohn
Mensch geworden ist, und sich jeden
von uns als Bruder zur Seite stellt, ersehen wir,
was der Mensch Gott wert ist.
Friedrich Wetter


Auf dem Weg zur Krippe
Ich habe mich auf den Weg gemacht:
Wie einer der Könige suchte ich
nach einem Lichtpunkt
am dunklen Himmel.
Wie einer der Hoffnungslosen suchte ich
nach einem Funken
Hoffnung in dieser Welt.
Wie einer aus der Verlorenheit suchte ich
ein Zuhause bei Gott.
Ich suchte Gott bei den Menschen
und fand
einen Blick, der mich verstand,
und fand
eine Hand, die mich suchte,
und fand
einen Arm, der mich umfasste,
und fand
einen Mund, der zu mir JA sagte.
Ich fand
Gott nach langem Suchen:
sehr arm,
nicht mächtig,
nicht prächtig,
sehr bescheiden, alltäglich,
als Kind in der Krippe,
nackt, frierend, hilflos,
mit einem Lächeln durch die Zeiten;
das erreichte mich in meinen Dunkelheiten.
Gott fing ganz klein an –
auch bei mir.
Hanns Dieter Hüsch
Kabarettist, + 6.12.2005