Pfingsten - Hintergründe und Gedanken - vgl. Apostelgeschichte 2,1-4

Die Verheißung Jesu an seine Jünger, dass sie mit dem Heiligem Geist ausgerüstet werden sollen, der sie leiten und trösten und bevollmächtigen wird, erfüllte sich an Pfingsten. Es geschahen seltsame Ereignisse, die sich aber bis heute hier und dort wiederholen. An Pfingsten feiert die Kirche die Gründung der Gemeinde Jesu. Gott will sein Volk mit Gaben ausrüsten und will sichtbare Frucht des Wirkens seines Geistes schaffen. Dies ist kein Programm für ein paar Tage im Jahr, aber sie bieten sich an, darüber in besonderer Weise nachzudenken und um von Gott ein neues Pfingstereignis zu erbitten.

 

Pfingsten

Pfingsten ist im Vergleich zu Weihnachten und Ostern das unbekannteste der drei christlichen Hochfeste. Man kann es als den „Geburtstag der Kirche“ bezeichnen. Die Bibel erzählt in Apostelgeschichte 2 wie die Jünger Jesu zehn Tage nach Himmelfahrt und somit 50 Tage nach Ostern (daher der Name Pentecoste, d.h „der fünfzigste“ (Tag)) mit der Kraft des „Heiligen Geistes“ ausgestattet werden. Jesus hatte ihnen beim Abschied versprochen, einen Tröster und Helfer zu entsenden, der sie seine Nähe und Gegenwart wirksam erfahren lässt.

Pfingsten in Jerusalem, um zwölf Uhr mittags geschah es: In aller Öffentlichkeit redeten die Freunde und Freundinnen Jesu so erfüllt und begeistert von Gott und von Jesus, dass manche sie für betrunken hielten. Sie predigten aber so vollmächtig und glaubwürdig, dass sich 3000 Zuhörende taufen ließen. Das war der Geburtstag der Gemeinde Jesu. Von da an breitete sich das Evangelium in alle Welt aus und ist bis heute nicht zu stoppen, weder durch Verfolgung noch durch Gleichgültigkeit. Wo der Heilige Geist Menschen berührt, da werden Erinnerungen lebendig, alte Texte hochaktuell, Menschen getröstet und begeistert. Da ist Gott auch heute in Aktion.

In der Pfingstgeschichte ist die Kraft des Geistes bildhaft ausgedrückt in einem Rauschen, wie von einem starken Wind und in „Feuerzungen“ die sich auf die Köpfe der Jünger herabsenken. Wind ist unsichtbar und hat doch viel Kraft, und das Feuer des Heiligen Geistes zerstört nicht, sondern setzt neue Energie frei. So wirkt der Geist. Die Jünger verlassen die enge Kammer eines abgeschlossenen Hauses in Jerusalem. Sie gehen hinaus auf die Straßen und Plätze, erzählen von ihrem Glauben an Jesus Christus. Und sie werden verstanden, auch von denen, die andere Sprachen sprechen. Der Jünger Petrus hält eine erste große Missionspredigt. Noch am gleichen Abend schließen sich viele Menschen durch die Taufe der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem (Urgemeinde) an.
Es ist der „Geburtstag der Kirche“.
 


Geist des Lichtes:
  Lass deine Wahrheit auf uns scheinen.
Geist der Stille:
  Bringe uns Gottes Gegenwart zu Bewusstsein.
Geist des Mutes:
  Vertreibe die Angst aus unseren Herzen.
Geist des Feuers:
  Entzünde uns mit der Liebe Christi.
Geist des Friedens:
  Lass uns zur Ruhe kommen und auf Gottes Wort hören.
Geist der Freude:
  Beflügle uns, die gute Nachricht zu verkündigen.
Geist der Liebe:
  Lass uns uns den Nöten anderer öffnen.
Geist der Vollmacht:
  Schenke uns allen deine Hilfe und Kraft.
Geist der Wahrheit:
  Geleite uns alle auf die Spur Christi.
Hengrave-Fellowship, England
 

Atme in mir, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges denke!
Treibe mich, du Heiliger Geist,
dass ich Heiliges tue!
Locke mich, du Heiliger Geist,
dass ich das Heilige liebe!
Stärke mich, du Heiliger Geist,
dass ich das Heilige hüte!
Hüte mich, du Heiliger Geist,
dass ich das Heilige nicht verliere!
Augustin

 


Komm, Heiliger Geist,
du Lebenskraft.
Erfülle mich neu
mit dem Atem Gottes
vom allerersten Beginn.
Wehe fort von mir
alle Furcht und Angst,
alle Mutlosigkeit und Schwarzmalerei.
Erfülle mich
mit dem Vertrauen und
der Weisheit der Menschen,
die vor mir ihren Weg
gemeistert haben.
Öffne mein Herz für Dein Wehen
und entzünde in mir ein Feuer,
das Verdorrtes verbrennt,
mir Wärme schenkt
und den Boden bereitet für das Neue,
das in mir und durch mich wachsen will.
Erfülle mich mit Deiner Kraft,
die in mir wirkt und Leben schafft.
Andrea Rehn-Laryea