Der Tag der Beerdigung

Vieles läuft im Erleben der Hinterbliebenen auf diesen Tag zu, vieles gibt es bis dorthin zu planen und zu organisieren. Daneben die Fragen: Wie wird es gehen und wie wird es mir gehen? Stehe ich das alles durch? Was ist, wenn ich das nicht schaffe?

Auf diesen Tag hin orientiert sich das Erleben.

 

 

Die Feier auf dem Friedhof

Die Glocken rufen zur Trauerfeier und stimmen die versammelte Gemeinde auf das Ereignis ein.

Die Feier selbst beginnt dann oft mit Musik, Eröffnung im Namen des dreieinigen Gottes und Begrüßung. Nach der Eingangsliturgie und einem ersten Gemeindelied folgt die Beerdigungsansprache, die im Gespräch vorbereitet wurde und in die das Leben des oder der Verstorbenen würdigt, dem Erinnern Raum geben und sie oder ihn der Gnade Gottes anbefehlen. Dem folgt ein Musikstück oder Lied und ein Gebet.

Bei Beerdigungen geht es dann nach dem Wegsegen oder einer Überleitung hinaus ans Grab.

Bei Trauerfeiern folgt der Schlussteil in der Trauerhalle und endet mit dem Auszug aus der Halle am Sarg vorbei, verbunden mit der Möglichkeit des Abschieds am Sarg und den Beileidsbekundungen gegenüber den Angehörigen.

Bei Beerdigungen folgt am Grab nach Bestattungsformel das Ablassen des Sarges, der dreimalige Erdwurf, Gebet und Segen. Anschließend hat die Gemeinde die Möglichkeit am Grab Abschied zu nehmen.

Häufig taucht der Wunsch auf, von Beileidsbekundungen am Grab Abstand zu nehmen. Angehörige glauben, dies in dieser Situation nicht ertragen zu können. Die Erfahrung lehrt aber, wie wichtig es ist zu bedenken, dass sich damit die Beileidsbekundungen über Wochen und Monate hinziehen, sie folgen nämlich beim nächsten Treffen, wann immer dies stattfindet. Gleichzeitig schafft dieser Wunsch Unsicherheit: Wie soll ich mich den Angehörigen gegenüber verhalten, jetzt und später. Dies gilt es bei diesem Wunsch zu bedenken.

 

 

Der Beerdigungskaffee

Es ist bei uns ein guter Brauch, nach der Trauerfeier sich zum Beerdigungskaffee zusammenzufinden. Er gibt Raum für Erinnerung und Gespräch, Gemeinschaft, lässt Verbundenheit spüren und deutet auch an, dass das Leben weitergeht.

 

 

Urnenbeisetzung

Planen Sie eine Urnenbeisetzung mit gleichzeitiger Trauerfeier, bedenken Sie bitte, dass bei dieser Bestattungsart die längste Zeit bis zur Trauerfeier vergehen kann.

Im Falle einer später folgenden Urnenbeisetzung bietet Ihr Pfarrer / Ihre Pfarrerin ebenfalls gern seine /ihre Mitwirkung an. Dabei handelt es sich um einen kurzen liturgischen Ablauf mit Begrüßung und Vaterunser.